Andau

Tadten

St. Andrä

Der November beginnt mit einem Hochfest. Wir gedenken der vielen Heiligen unserer Kirche. Viele Menschen tragen Namen von Heiligen mit Freude, manche wissen gar nicht, dass ihr Vorname der Name eines oder einer Heiligen ist. Von Anbeginn des Christentums gab es Menschen, die durch ihre Lebensweise oder durch ihren großen Glauben, für den viele auch den Tod erlitten, als Heilige angesehen wurden. Denken wir nur an die Märtyrer. Stephanus war einer der Ersten, die für ihren Glauben gestorben sind. Noch im Angesicht des Todes betete er für seine Mörder. Andere große Heilige entsagten allen irdischen Gütern, lebten mit den Armen, wie etwa Franciscus von Assisi. Ein weiterer bedeutender Heiliger ist der Begründer des Jesuitenordens Ignatius von Loyola. Er verfasste Exerzitien, Meditationen und Gebete. Der Orden baute Schulen und Universitäten, sorgte für Allgemeinbildung und spielte eine entscheidende Rolle in der Gegenreformation.

Neben den „historischen“ gibt es bis herauf in unsere Zeit Heiliggesprochene und Heilige im Verborgenen – der Installateur, die Krankenschwester, der Lehrer, die Kellnerin …..

Der folgende Tag bildet gewissermaßen eine Ergänzung zu Allerheiligen. An diesem Tag gedenken wir aller Seelen, v.a. unserer verstorbenen Angehörigen und beten für sie. In allen Kulturen ehrt man die Toten. Bei uns geschieht dies durch Schmücken der Gräber und Entzünden von Kerzen. Oft trifft man auch Familienmitglieder, die anderswo wohnen und an diesem Tag extra anreisen, um das Grab der Eltern zu besuchen. Meist wird im Friedhof auch eine Andacht abgehalten.

Wir wissen nicht, wer von den hier Bestatteten schon im Haus des Vaters wohnen darf. Darum beten wir auch für jene, die noch vor der Tür warten und bitten, dass,

wenn der Zeitpunkt gekommen ist, der Vater auch uns die Tür öffnen wird!

Anni Edwell