Aufbrechen

Na, freut Ihr Euch schon auf den (Sommer) Urlaub?

Wohin geht die Reise? Welche Ziele sind möglich?

Was packe ich alles in den Koffer ein? Auf was kann ich im Urlaub verzichten? Brauche ich tatsächlich 5 Bücher/Woche mit?

Auf welche Gewohnheiten kann ich verzichten? Muss es wirklich ein Wiener Schnitzel am Meer sein?

Was brauche ich wirklich zum Wohlfühlen?

Oft reisen wir mit schwerem Gepäck, dabei verhindert der Druck, die 5 Bücher zu lesen, dass ich den Blick in die Landschaft am Urlaubsort schweifen lasse oder in Ruhe einen Kaffee trinke oder gar in einer kleinen Kapelle bete…

Wenn wir etwas zurück lassen, werden wir mit Neuentdeckungen reich beschenkt! Ganz sicher!

Wir brechen aber nicht nur in den Urlaub auf….

Wenn man einen Menschen kennenlernt, ist es ein Aufbruch zu möglichen gemeinsamen Zielen, auch wenn es bedeutet, auf Gewohnheiten zu verzichten, um ein neues Miteinander möglich zu machen; wenn Kinder auf die Welt kommen bricht die Beziehung zu neuen Ebenen auf, wenn ein Arbeitsplatzwechsel ansteht…

Letztlich war die Zeit der Pandemie auch ein Aufbruch in´s Unbekannte:

Wir haben gelernt, dass wir doch auf Vieles verzichten können, haben Gewohnheiten verändert und dadurch manch Neues vor der eigenen Tür entdeckt, das wir bisher übersehen haben und wurden oft reich beschenkt.

Aufbrechen verunsichert, ganz klar.

Aber auf eines brauchen wir nicht verzichten, es nimmt uns keinen Platz im Gepäck weg:

Seit der Taufe können wir uns darauf verlassen, dass Gott mit uns geht, wir sind seine geliebten Kinder, die Er nicht vergisst.

Gertrud Nemeth